Ausbeutung im Kapitalismus

von Fredi Büks

Für den von Marx geprägten Begriff der Ausbeutung in der Arbeitswelt ist die Trennung von Arbeit und Kapital entscheidend: ArbeiterInnen, die nichts zu verkaufen haben bis auf ihre Arbeitskraft, müssen diese den BesitzerInnen von Produktionsmitteln als Ware anbieten. Dadurch entsteht ein Machtverhältnis, in dem Lohnabhängige nicht die volle Kontrolle über die von ihnen erzeugten Werte und ihren Produktionsprozess haben sondern nur einen Lohn im Wert ihrer eigenen Arbeitskraft ausgezahlt bekommen. Die Different zwischen produzierten Warenwert und Lohn, den Mehrwert, eignen sich die KapitalistInnen an, müssen ihn aber aufgrund der Konkurrenzsituation des Marktes in Kostensenkungen stecken, d.h. aufbrauchen. Diesem Wegfall treten sie durch eine tendenziell stärkere Ausbeutung der Lohnabhängigen entgegen.


Fast Food Nation - Maquiladoras gibts auf beiden Seiten der Grenze

von Fredi Büks

Südlich der Grenze zwischen Mexiko und den USA werden seit 1994 Maquiladoras eingerichtet – Sonderwirtschaftszonen, deren aufgrund der Armut reichlich vorhandene ArbeiterInnen kaum Rechte haben. Auf der anderen Seite der Grenze gibt es sie auch: In US-amerikanischen Fabriken arbeiten mittelamerikanische MigrantInnen in der ständigen Furcht, dass ihr illegalisierter Grenzübertritt entdeckt wird. Genau diese Situation beschreibt der Spielfilm „Fast Food Nation“, der rund um den Hauptproduktionsstandort einer Burgerkette alle Beteiligten der Wertschöpfungskette ins Scheinwerferlicht holt: ArbeiterInnen, AktivistInnen, hohe Konzerntiere, ihre Angestellten und Politiker.


Berliner Öffentliche ganz anders

von Fredi Büks

Berlin hat eines der größten und komplexesten öffentlichen Nahverkehrsnetze der Welt. Ich weiß nicht, ob es vielleicht das Größte ist. Es liegt jedoch nahe, dass es teuer ist. Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Umbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) Berlins.


Das Menschenrecht auf Wasser

von Fredi Büks

Durch die Privatisierung weltweiter Wasservorkommen wird Wasser zu einer Ware, die getrieben durch Profit und Konkurrenzdruck ihrer neuen BesitzerInnen ohne Rücksicht auf die Quellen abgepumpt wird. Es wird von wasserreichen in wasserarme Regionen transportiert, wo die Bevölkerung von den Wasserkonzernen politisch abhängig wird. Auf lokalen Märkten, insbesondere in afrikanischen Ländern, wird das Wasser aufgrund der künstlichen Verknappung durch den Preis der Nutzung durch die ärmere Bevölkerung entzogen. Privatisierung von Wasservorkommen bedroht also Menschenrechte und Ökosysteme. Ein alternativer Ansatz geht davon aus, dass Wasser ein Gemeinschaftsgut ist, auf das in einem Ökosystem neben dem Menschen auch alle anderen Lebewesen Anspruch haben und das vom Menschen stellvertretend für die Natur demokratisch verwaltet wird.


Überlegungen über das Verhältnis von Emanzipation und kollektiven Identitäten

von "Kritik im Handgemenge" Bremen

Menschen werden in Identitäten reingeboren: Volk, Geschlecht, "Rasse", sexuelle Orientierung, Behinderung, Klassenzugehörigkeit, indem die Gesellschaft glaubt, ihnen aufgrund ihres Wesens Eigenschaften und Verhaltensweisen zuschreiben zu können. Diesen Stereotypen entsprechen zu müssen kann ausgrenzend aber auch einigend auf unterdrückte Gruppen wirken und ihren Kampf gegen den Identitätszwang anheizen. Eine freie Gesellschaft kann nur ohne diese Stereotypen existieren. Daher ist die Anpassung an die bürgerliche Gesellschaft oft kein Mittel für die Emanzipation von ihr ausgegrenzter Gruppen.


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